Samstag, 21. Januar 2012


Freundinnen

Vor fast einem Jahr verlor ich mit Reni meine beste Freundin!
Oft griff ich in der folgenden Zeit intuitiv zum Telefon, um sie anzurufen, wie ich es in den letzten Jahren regelmäßig zu tun pflegte, wenn mich die Ärgernisse und Herausforderungen des Alltags zu überschwemmen drohten oder einfach nur, um mal mit jemandem zu reden.
Ich konnte ihr alles erzählen, von Problemen in der Schule, mit den Kindern, oder wenn’s ums „liebe“ Geld ging.
Philosophische Betrachtungen über Ehe, Familie und das Leben an sich fanden genauso ihren Platz in unseren Gesprächen wie interessante Kochrezepte oder das „Lästern“ über KollegInnen.
Jede von uns profitierte von der anderen, ihrer Fähigkeit zu reflektieren, zu kommentieren oder einfach nur zuzuhören. Dabei kam auch die gegenseitige konstruktive Kritik nicht zu kurz!
Auch trafen wir uns regelmäßig, um unserem Leben eine positive Richtung zu geben, gemeinsam Bücher zu lesen oder Seminare zu besuchen, die wir dann miteinander im Alltag umzusetzen versuchten.
Dieses stärkte Reni in der Auseinandersetzung mit ihrer schweren Erkrankung, mich unterstützte sie bei der Durchführung meiner Projekte und beim Meistern so mancher Herausforderung.
Unsere gemeinsamen positiven Ideen und Kräfte reichten weiter als nur eine Gesprächsdauer lang. Wir hatten beide das Gefühl, dass die Energie, die wir freisetzten, uns in jeder Beziehung voranbrachte!
Nun ist sie nicht mehr da: keine Telefonate, keine Besuche zum Frühstück oder gemeinsame Saunatage in unserer Lieblingssauna!
Das Loch, in das ich fiel, war kaum vorhersehbar tief und führte mich an die Grenzen meines eigenen Lebens.
Glücklicherweise war ich nicht alleine: da war noch meine Familie und andere Menschen, die mich auffingen und mir halfen, das Leben wieder schön zu finden!
Aber mir ist bewusst, dass diese Zeit mein Leben dauerhaft verändert hat.
So suche ich neue Aufgaben, die mich zufrieden machen können.
Und ich suche eine Freundin, mit der ich all dies teilen kann, die mich unterstützt auf dem Weg zu mir selbst. Vielleicht finde ich dies aber nur in mir, denn Freundschaften entstehen in meinem Alter nicht mehr so leicht.

Sonntag, 18. September 2011

Regensonntag!

Heute scheint es Herbst zu werden, oder doch nur eine Generalprobe für das, was kommt?
Ich habe gelernt, im Hier und Jetzt zu leben - und doch fürchte ich mich vor der kalten Jahreszeit!
Nicht, weil ich schnell friere, da bin ich relativ unempfindlich und schmerzfrei, sondern die Schwere des Lebens, wenn man nicht mehr so ohne weiteres das Draußen mit ins Leben einbeziehen kann.
Also: erstmal die richtigen Schuhe suchen (Sattelkammer oder Schuhschrank?), die entsprechende Jacke gemäß des Vorhabens - Pferde/Hunde
oder mit dem Auto irgendwohin, wo man nach seiner Kleidung bewertet wird...
Regenschirm? eigentlich nur störend, lieber eine"kleidsame" Kappe oder Mütze auf die Frisur, die dadurch auch nicht besser wird.
Mit den Hunden raus oder zu den Pferden - wir richten uns nach dem Stand der Sonne, wenn sie scheint oder nach der Länge des Tages. Für die Tiere bedeutet das, länger im Stall oder Paddock eingesperrt sein, weil wir im Dunklen draußen nichts mehr sehen und man mit Kopf- oder Taschenlampe nicht den Überblick über gerissene Zäune oder offene Weidegatter haben kann.
Für uns: Pferdefutter heranschaffen - Heu haben wir bis dahin hoffentlich endlich bekommen! Die Nachtmahlzeit vorbereiten, den Mist rechtzeitig wegräumen...
Hunde müssen öfter mal abgeduscht werden - Matschfüße auf weißen Fliesen machen sich eben optisch einfach nicht so gut, Schuhe bleiben vor der Tür, wo man sie dann hoffentlich beim nächsten Mal auch wieder findet.
Sattelzeug trocknet zum Glück in der beheizbaren Sattelkammer!
Apropos heizen - jedes Jahr die Sorge: reicht das Öl, bis es wieder billiger wird? Hält die (neue) Heizung durch - da gibts trotzdem immer mal wieder Überraschungen! Man glaubt ja nicht, was an so einer Heizung alles ausfallen kann, vor allem an Feiertagen wie Weihnachten oder Neujahr!
Insgesamt haben wir mehr Arbeit in der kürzeren hellen Tageszeit - dafür aber längere Abende: gemütlich im warmen kuscheligen Haus -lesen, schreiben, fernsehen, gemeinsam essen, und viel länger miteinander reden oder einfach in Ruhe alleine für sich oder gemeinsam schweigen! Vielleicht auch das ein oder anderer aufräumen, reparieren oder aufarbeiten.
Also wieder im Hier und Jetzt ankommen.
Das was ich in den letzten Monaten in der Klinik gelernt habe, werde ich hoffentlich anwenden können, hoffe auch, dass mich der Alltagstrott nicht vergessen lässt, wie gut mir das Alles tut.
Jeden Tag von Neuem starten, gedanklich vorplanen und abends meditativ bewahren!
Und Danke sagen!
P.S.
ein Herbstspaziergang am Nachmittag wurde dann doch noch zum Spätersommerspaziergang!

Freitag, 16. September 2011

Abgetaucht!

Einige fragen sich, wo ich in den letzten 7 Monaten abgetaucht war!
Nun, da ich wieder aufgetaucht bin, werde ich versuchen, etwas zu erklären, zu klären, zu reflektieren...
In den letzten Jahren nahmen meine Aktivitäten stetig zu, so war auf jeden Fall mein Eindruck, ohne dass ich daran etwas hätte ändern können. Teilweise sah ich diese Zunahme noch nicht einmal, teilweise wählte ich bewusst den Weg der Anstrengung.
Damit meine ich vor allem die körperlichen Herausforderungen, denen ich mich stellte: ich begann zu joggen. Die Strecken wurden immer länger, die Bewunderung meiner Familie und meiner Freunde immer größer - schließlich gipfelte mein Triumph im Finishing zweier Marathonläufe! Dazwischen kürzere Strecken, Halbmarathon, 10km, 16 km und natürlich die langen Trainingsläufe, bei denen ich unsere schöne Landschaft zu Fuß erkundete.
Ich habe dies auch sehr genossen und hätte sicher weiter meine Grenzen ausprobiert, wäre da nicht noch der ganz alltägliche Wahnsinn gewesen: die Schule mit einem anspruchsvollen "Full-time-Programm", das sich nicht nur auf Unterrichten beschränkte, sondern Eltern- und Schülergespräche, Gutachten und Zeugnisse schreiben beinhaltete, nicht zu vergessen die Begleitung meiner Schüler auf dem Weg in ein angemessenes Berufsleben und die Betreuung entsprechender Praktika.
Dazu kam noch, viele von euch wissen es, das Managen von Haus, Hof, Familie und unserer großen Tierschar.
Vor über einem Jahr wurde ich zudem noch Großmutter und erlebe seitdem das Aufwachsen unserer Enkelin, die mit ihren Eltern im gleichen Haus wohnt, hautnah mit!
Irgendwann, im letzten Winter bekam ich immer mehr Rückmeldungen über meine mangelnde Gelassenheit, zunehmende Dünnhäutigkeit und Gereiztheit, was sonst bei mir eher selten war.
Ich selber merkte zu diesem Zeitpunkt kaum noch etwas, funktionierte nur noch nach Schema "F" und versuchte das über den Kopf wachsen der vielfältigen Aufgaben mit verstärktem Bewegungsdrang zu kompensieren. Oft wurde ich gefragt, wovor ich flüchten würde, ohne dass mir der Fluchtcharakter meiner Aktivitäten aufgefallen wäre.
Verschiedene Ereignisse, wie eine drohende schwere Erkrankung unserer Enkelin, der Tod meiner besten Freundin, Mobbingattacken im Beruf und seitens unserer Mieter, denen ich normalerweise gelassener begegnet wäre, ließen die Nerven auch für mich spürbar dünner werden.
Dann kam der Tag, Ende März, an dem ich in der Schule plötzlich einen Hörsturz bekam, dem kurz später auf dem anderen Ohr ein zweiter folgte. Ich schleppte mich noch so gerade durch den quälend langen Schultag, bevor ich auf dem Nachhauseweg meine Arzt aufsuchte.
Die Ursache für den Zusammenbruch erforschte er auch recht schnell: "Sie müssen mal einige Zeit raus aus allem" empfahl er, und "Machen Sie mal eine Zeit lang nur schöne Sachen!"
Was gab es denn für "schöne" Sachen? Erschreckt stellte ich fest, dass mir alles zu lästig, zu viel, zu anstrengend, zu grau vorkam! Was war nur aus meiner Fröhlichkeit, meinem Optimismus und meiner positiven Zukunftssicht geworden?
Nun gut, einige Dinge mussten auch trotz "Dienstunfähigkeit" erledigt werden. Da war der Brötchenlieferdienst für den Laden meines Sohnes, der mich zumindest "zwang", morgens aufzustehen. Die Pferde mussten weiter versorgt und geritten werden, obwohl meine sensibelstes Reittier mir öfter die Zusammenarbeit verweigerte, schien er doch meine düstere Stimmung zu bemerken und sie sofort als Unsicherheit zu deuten.
So funktionierte ich im Alltag weiter, inzwischen stark von meinem Mann entlastet, der mit der Situation fast genauso überfordert war wie ich selbst.
Woche um Woche vergingen, die Osterferien näherten sich dem Ende und ich geriet zunehmend in Panik bei dem Gedanken, nach den Ferien wieder zur Schule gehen zu müssen und irgendwie auch zu wollen!
Ich ging mit mir selbst hart ins Gericht, hielt ich meine Haltung doch für ausgemachte Faulheit: Ferien ohne Ende, wer wird da nicht schwach?
Da mit der Annäherung des ersten Schultages die Panik immer größer wurde, bemerkte ich, dass ich aus diesem "Loch" alleine nicht herauskommen würde und beschloss, unterstützt und ermuntert von meiner Familie, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das war aber gar nicht so leicht. Einige Adressen, die mir mein Hausarzt in die Hand drückte, telefonierte ich ab und stellte fest, dass ich mir meine Probleme langfristig hätte planen sollen, denn eine Wartezeit von mehreren Monaten ist bei Psychotherapeuten keine Seltenheit. Entsprechende Ansagen auf Anrufbeantwortern, gekrönt von dem Wunsch eines Therapeuten, doch bitte einen schriftlichen Antrag zu stellen, verwirrten und verärgerten mich zunehmend!
Gar nicht zufällig stieß ich bei Recherchen im Internet zum Thema "Burnout" immer wieder auf den Chefarzt einer Bonner Privatklinik, der kürzlich im Fernsehen seine Meinungen zum Thema erläuterte und auch ein Buch dazu veröffentlicht hatte.
So fasste ich mir ein Herz und rief in der besagten Klinik an. Dort nahm man sich sofort die Zeit, mir am Telefon zuzuhören und gab mir innerhalb von 10 Tagen einen Termin für ein Erstgespräch! Endlich fühlte ich mich ernst genommen und trat guten Muts den langen Weg nach Bonn an.
Das Gespräch mit meiner zukünftigen Therapeutin eröffnete mir dann zwei Möglichkeiten: entweder 2 bis 3 Monate stationären Aufenthalt in der Klinik oder einen Platz in der neu eröffneten Tagesklinik, die ca. 2 Wochen später starten sollte.
2 bis 3 Monate von zu Hause weg, das erschreckte mich und so entschied ich mich für den Tagesplatz, was bedeutete, dass ich ab Ende Mai täglich die knapp 60 km lange Strecke nach Bonn hin und zurück fahren würde.
Aus den zunächst geplanten und von Krankenkasse und Beihilfe bewilligten 4 Wochen wurden dann gut 3 Monate, was mir, vorher gewusst, sicherlich Bauchschmerzen beschert hätte, aber ich gewöhnte mich an die Fahrerei und habe sie ohne Unfälle und Strafzettel überstanden. Nachdem ich mich nach häufigem Ärgern über den morgendlichen Stau eine wunderbare Variante komplett auf der Landstraße entdeckt hatte, konnte ich die Zeit sogar für mich nutzen: Kaffee und Brötchen am Morgen während der Fahrt genossen, nachmittags meine Lieblingssendung oder tolle Musik gehört, so war die Stunde regelmäßig auch ein Eckpunkt auf dem Weg zu mir, sprich in die Klinik, und wieder in den Alltag, nach Hause!
Überhaupt war die achtsame Rhythmisierung des Tages ein wichtiger Bestandteil der TCM - orientierten Therapie, die das Kernstück der Arbeit der Klinik ausmachte.
Morgens begann der Tag mit Qi-Gong,
danach schlossen sich immer Gruppenstunden (wir waren mehrere Patienten) als Körper- oder Psychotherapie, danach die Einzelanwendungen: Psychotherapie, Craniosakraltherapie, Akkupunktur, Tuina im wohldurchdachten Wechsel an.
Dazwischen immer wieder Zeit zur freien Verfügung, die ich anfangs fast nur schlafend verbrachte. Ich hatte das Gefühl, einmal mit mir selbst konfrontiert, nur noch schlafen zu wollen. Die Therapien strengten mich offensichtlich mehr an, als ich mir jemals vorstellen konnte.
Nach 2 bis 3 Wochen begann ich, auch die Umgebung zu genießen. Die Tagesklinik befindet sich nicht, wie das so genannte Haupthaus in Bad Godesberg, sondern in Bonn am Oberkasseler Ufer. Dort nahm ich mein Joggingprogramm wieder auf oder setzte mich einfach bei schönem Wetter an den Rhein und las leichte Literatur.
Irgendwie kam ich mir vor wie auf einer Insel, aber eher auf der Robinsoninsel!
Gelegentlich, wenn ich Kontakt mit Menschen aus dem "richtigen" Leben hatte, fragte man mich, ob ich denn auch gut ausgeruht und entspannt sei, was mich immer wieder ins Grübeln brachte, ob ich vielleicht etwas falsch machte.
Ich fand die Zeit eher anstrengend, hatte das Gefühl, als höbe ich den Teppich auf, unter den ich jahre- bzw. jahrzehntelang alle aufkommenden Probleme geschoben hatte.
Nun, nachdem ich ein Problem angegangen hatte, entdeckte ich, dass dieses untrennbar mit anderen Problemen verwoben war, die nun auch bearbeitet werden wollten. Es nütze also nichts, die Stolpersteine im Beruf oder im privaten Umfeld isoliert zu betrachten. Ich kam mir vor wie die antike Pandora, die, einmal ihre Büchse geöffnet, nun den Deckel nicht mehr zu bekam!
Aber wie in der griechischen Mythologie war da noch die Hoffnung, die mich durchhalten ließ und so traute ich mir nach 3 Monaten den Schritt ins richtige Leben zurück zu!
Nun versuche ich, meinen Alltag nicht wieder so zuzuplanen, mir täglich kleine Inseln zu schaffen, bewusst inne zu halten, zu entschleunigen und stelle fest, dass ich längst nicht mehr soviel schaffe wie früher!
Der Schrecken darüber weicht aber der Freude über mehr Lebensqualität, der Hoffnung, die Dinge des Alltags auch wieder genießen zu können.
Ich lasse jetzt schon mal Sachen liegen, öffne die Post grundsätzlich nicht am Abend, lese meine Mails nicht nach 21:00 Uhr, schalte überhaupt den PC spätestens um 21:30 Uhr ab. Meine Pferde dürfen nun auch mal freie Tage genießen, auch wenn sie diese dann gelegentlich anders nutzen als wir uns das vorstellen (Zäune müssen natürlich unsere "Wandervögel" von ungeplanten Ausflügen abhalten!).
Ich mache mich gelegentlich unbeliebt, wenn ich Wünsche abschlage oder mich aus Geselligkeiten zurückziehe, weil ich jetzt gerade mal wieder Zeit zum Durchatmen oder Ausruhen brauche, aber für Beliebtheit auf Kosten meiner Gesundheit kann ich mir nichts kaufen!
Ich habe wieder angefangen zu joggen, weil ich merke, dass ich den dosierten Hormonkick gegen trübe Gedanken und Gefühle brauche, aber einen Marathon werde ich sicher nicht mehr laufen. mal sehen, ob hin und wieder ein "Halber" gelingt!
Nun geht’s in zwei Wochen in die Schule, mit einem hoffentlich gut durchdachten Wiedereingliederungsprogramm. Das macht mir zugegebenermaßen noch die meisten Bauchschmerzen, vor allem, weil für mich als Lehrerin außer Unterrichten keine Alternative existiert. Da würde ich mir etwas mehr Flexibilität durch Vater Staat, sprich die Bezirksregierung, wünschen.
Aber vielleicht gelingt mir ja der Komplettausstieg etwas früher als vorgesehen, vorstellen könnte ich mir das schon!

Was an Erfahrung dazu gekommen ist?
Ein klarer Tagesrhythmus hilft mir über unvorhergesehenen Belastungen hinweg!
Sich nie länger als eine Minute ärgern!
Regelmäßiger Sport sorgt für einen ausgewogenen Hormonpegel!
Kleine Inseln schaffen im Alltag ein gewisses Urlaubsgefühl!
Eine Liste der Dinge machen, die unbedingt während des Tages erledigt werden müssen - davon ein Drittel wegstreichen - der Rest reicht meistens auch noch!
Management delegieren - ich muss nicht alles selbst machen oder beaufsichtigen!
Meine körperlichen Symptome freudig begrüßen, sie weisen mich auf drohende Überlastung hin!


...und einfach mal nichts tun!






Samstag, 19. Februar 2011

Spaß mit Islandpferden

so heißt unser neues Pferdekinderprogramm, das wir heute Nachmittag zum ersten Mal an den Start brachten.
Wir wollten einerseits den „großen“ Reiterkindern, die teilweise schon ein paar Jahre hier auf dem Hof reiten, die Gelegenheit geben, sich in Umgang mit den Ponys zu üben, andererseits wollten wir vor allem den Nachbarn und anderen Familien mit kleinen Kindern unsere Pferde etwas näher bringen und zeigen, wie wir hier mit Pferden und Kindern arbeiten.
Ein willkommener Anlass war dies auch, um Hof und Stall mal wieder so richtig aufzuräumen und zu kehren. Das schon alleine hat einen Riesenspaß gemacht!
Dann kamen die Gäste, es waren insgesamt 11 Kinder mit einigen Erwachsenen, die sich neugierig zwischen die Ponys stellten und keinerlei Berührungsängste zeigten.
Die Ponys waren zunächst ziemlich skeptisch ob dieses Menschenandrangs ausgerechnet zur schönsten Mittagsruhezeit, ließen sich aber schnell auf das Ponywellnessprogramm ein, als da wäre: Putzen, Haare auskämmen, Mähne bürsten und flechten, Hufe auskratzen und bürsten und das meistens von drei Kindern gleichzeitig! Was will Pony mehr?
Jedes Kind pflegte sein Lieblingspony, zum Glück passt das fast immer, und durfte zuerst auch ein paar Runden ohne Sattel und nur mit Halfter reiten, ehe die kleinen Gäste auch aufs Pferd konnten. Da gab’s dann schon einige Probleme, sehen die Pferde aus der Nähe doch für kleine Menschen sehr beeindruckend und riesig aus, so dass das ein oder andere Kind doch lieber auf Mamas oder Papas Arm blieb.
Aber da es bei uns ja auch noch Schafe zu betrachten gibt, außerdem im Garten ein großes Feuer brannte, gab es auch so noch viel zu sehen und zu erleben.
Unsere Hunde tobten über die Wiese und ließen schon ein bisschen Frühlingsgefühle wach werden, die durch die bereits durch den Anblick der durch die Grasnarbe spitzenden Narzissen verstärkt wurden.
Zu guter Letzt zogen aus dem Süden wiederkehrende Wildgänse über unser Dorf und weckten in uns die pure Vorfreude auf die nun (hoffentlich) beginnende wärmere Jahreszeit!
Im Hof wurde zum Schluss noch heißer Tee und leckerer Kuchen genossen, die Überraschungseier, die unser Sohn aus seinem Laden spendierte, fanden reißenden Absatz und alle verabschiedeten sich zufrieden und mit dem Versprechen, bald wieder zu kommen.
Ach ja, und die eifrigsten Reiterkinder wurden beinahe vergessen, weil sie bei den Ponys im Paddock noch endlos lange Streicheleinheiten verteilten!
Wir nehmen uns vor, dass dies nicht das letzte Fest dieser Art gewesen ist, in drei Wochen wollen wir ein kleines Karnevalsfest mit Kostümreiten veranstalten und hoffen, bei einem Ausritt viel Spaß zu haben!

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ziele für 2011

Was habt ihr für Ziele fürs kommende Jahr?
Ich fange mal an und erzähle, was ich mir so wünsche bzw. vornehme!
- Zunächst möchte ich weiter sportlich erfolgreich bleiben, was heißt, dass ich dem inneren Schweinehund nur ein kleines Plätzchen einräumen werde. Jeden Tag wenigstens eine sportliche Aktivität machen, entweder Laufen, Crosstraining oder Schwimmen, Radfahren und Yoga - das sind zur Zeit meine Favoriten und ich denke, wenn ich jeden Tag wenigsten durchschnittlich eine halbe Stunde opfere, müsste das optimal sein!
- Ich möchte meine Familie und meine Freunde bei ihren Projekten unterstützen, trotzdem achtsam mit mir selber sein und auch schon mal "nein" sagen, wenn es mir "an die Substanz" geht.
- mich persönlich weiterbilden, also sinnvolle Seminare besuchen, die meine Entwicklung günstig beeinflussen, denn ich denke, Lernen ist keine Sache für junge Leute, sondern sollte nie aufhören!
- jeden Tag mit "Danke sagen" beschließen, denn es gibt täglich etwas, wofür man dankbar sein kann!
- Meinem Mann, meiner Familie und meinen Freunden immer wieder sagen, wie sehr ich sie liebe und schätze!
- Mein Lifeplus -Team vergrößern, weil ich anderen Menschen helfen möchte, sich ebenfalls weiterzuentwickeln und wie ich erfolgreich zu sein!
- Ich denke und hoffe, es wird ein gutes Jahr!

Dienstag, 14. Dezember 2010

Hilfe Schnee!

Heute fuhr ich bei ziemlich schneematschiger Straße hinter einem Ford Fiesta her.
Wir befuhren eine Abbiegespur zum Militärring in Köln.
Während ich noch dachte, dass es glatt sein könnte, begann der Wagen vor mir bereits zu schleudern und drehte sich fast im Zeitlupentempo Richtung Straßengraben, in den er dann seine „Nase“ eintauchte!
Ich wich vorsichtig aus und kam vor dem Wagen am Straßenrand zum Stehen. Schnell überzeugte ich mich davon, dass den Insassen, einer junge Frau mit Kind, nichts passiert war.
Sie stieg zögernd aus, besah sich die „Bescherung und zuckte ratlos die Schultern. Während ich noch über Hilfsmaßnahmen nachdachte, hielt bereits ein LKW an, dessen Fahrer zu uns herunterstieg und die Lage mit einem Kraftausdruck kommentierte! Auf seine Frage, ob jemand ein Abschleppseil hätte, öffnete die Fahrerin ihren Kofferraum, um ziellos darin herumzuwühlen
Zum Glück fiel mir das Versteck meines Abschleppseils auf Anhieb ein und nachdem der LKW-Fahrer zielsicher die Abschleppöse am Fiesta entdeckt hatte, konnten wir nach einiger Fummelei das Seil an beiden Fahrzeugen anbringen.
Inzwischen hatte sich der Verkehr auf dem „Milli“ schon beachtlich gestaut, so dass es nur eine Frage von Zeit war, bis die Polizei auftauchte. Sie tat dies in Gestalt eines einzelnen Beamten in einem uralten VW-Bulli, für den sich der Polizist später mehrmals entschuldigte!
Immerhin konnte nun die Unfallstelle abgesichert werden, so dass der LKW –Fahrer mit seinem Fahrzeug genügend weit ausholen konnte, um die Fiestafahrerin endlich aus ihrer misslichen Lage befreien zu können.
Ich hatte währenddessen ausgiebig Gelegenheit, das unvorsichtige Verhalten der anderen Autofahrer zu beobachten: man fuhr in kleinstem Abstand an den Fahrzeugen vorbei, selbst den manövrierenden LKW musste man noch zwischen Leitplanke und Auto, jede freie, noch so kleine Lücke nutzend, passieren!
Endlich war das Auto wieder auf der Straße, das Abschleppseil gelöst und zum Glück noch brauchbar. Man verabschiedete sich voneinander, nicht ohne der jungen Frau seitens der Polizei noch ein paar gute Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Sie fuhr davon, gefolgt von dem freundlichen Ritter der Landstraße und so wollte auch ich den Ort des Geschehens verlassen.
Das aber ging oder besser gesagt, fuhr leider nicht! Die Batterie meines alten Autos, im Winter sowieso nicht besonders motiviert, hatte gequält durch Warnblinkanlage und Standlicht ihr Licht erstmal ausgehaucht oder vielleicht auch nur unter den Scheffel gestellt. Das Ergebnis war jedenfalls das Gleiche – das Auto sprang nicht an.
Zum Glück war der Hüter der Straßenverkehrsordnung noch nicht losgefahren und so standen wir beide dann ziemlich ratlos am Straßenrand – aus der Helferin war nun selber eine Hilfsbedürftige geworden – so schnell wendet sich das Schicksalsblatt!
Das oben erwähnte Abschleppseil kam nun erneut zum Einsatz, vernünftigerweise sprang mein altes Auto aber schon nach kurzer Zeit, gezogen durch den ebenfalls alten Polizeiwagen, wieder an und ich musste nur noch einige Kilometer unter den fürsorglichen Fittichen des Polizisten fahren, um die Batterie wieder aufzuladen.
Das Ganze hatte mich eine Stunde Zeit gekostet, aber einiges an Erfahrungen beschert!

Samstag, 11. Dezember 2010

Ziele

Heute morgen hörte ich im Radio eine kleine Geschchte über Zugvögel, hier besonders erwähnt, die Wildgänse.
Diese fliegen im Herbst Richtung Süden, um dann im Frühjahr den umgekehrten Weg nach Hause zurückzukehren.
Bei ihrem Flug halten sie bestimmte Regeln ein, um die Richtung immer beibehalten zu können. Da natürliche Erschöpfung sicherlich auch in der Vogelwelt ein Thema ist, übernimmt im festen Rhythmus immer eine andere Gans die Zugleitung, um die Kräfte der übrigen schonen zu können.
So empfinde ich meinen Lebensweg: oft schaffe ich es, alleine die Richtung zu halten, oft benötige ich dafür aber auch andere "Leitgänse" -sorry -bilder!
Die Richtung hin zu meinen Zielen, nämlich dem ruhigen und glücklichen Leben mit meiner Familie und mit meinen Freunden in Haus- und Hofgemeinschaft!
Häufig begegnen mir auf meinem Weg neue Menschen, die ohne groß gefragt zu werden, diese Aufgabe übenehmen, manchmal auch ohne es zu wissen!
Diese zu finden ist eines der wichtigsten Zwischenziele in meinem Leben.
Sie erkennen, mich ihrem Leitbild anvertrauen und es ihnen gleichtun. So kann ich das Handwerkszeug und die Bausteine finden, aus denen ich mir eine Treppe, ein Sprungbrett für meinen persönlichen Erfolg bauen werde, der dann auch meine Familie und Freunde bereichert.