Regensonntag!
Heute scheint es Herbst zu werden, oder doch nur eine Generalprobe für das, was kommt?
Ich habe gelernt, im Hier und Jetzt zu leben - und doch fürchte ich mich vor der kalten Jahreszeit!
Nicht, weil ich schnell friere, da bin ich relativ unempfindlich und schmerzfrei, sondern die Schwere des Lebens, wenn man nicht mehr so ohne weiteres das Draußen mit ins Leben einbeziehen kann.
Also: erstmal die richtigen Schuhe suchen (Sattelkammer oder Schuhschrank?), die entsprechende Jacke gemäß des Vorhabens - Pferde/Hunde
oder mit dem Auto irgendwohin, wo man nach seiner Kleidung bewertet wird...
Regenschirm? eigentlich nur störend, lieber eine"kleidsame" Kappe oder Mütze auf die Frisur, die dadurch auch nicht besser wird.
Mit den Hunden raus oder zu den Pferden - wir richten uns nach dem Stand der Sonne, wenn sie scheint oder nach der Länge des Tages. Für die Tiere bedeutet das, länger im Stall oder Paddock eingesperrt sein, weil wir im Dunklen draußen nichts mehr sehen und man mit Kopf- oder Taschenlampe nicht den Überblick über gerissene Zäune oder offene Weidegatter haben kann.
Für uns: Pferdefutter heranschaffen - Heu haben wir bis dahin hoffentlich endlich bekommen! Die Nachtmahlzeit vorbereiten, den Mist rechtzeitig wegräumen...
Hunde müssen öfter mal abgeduscht werden - Matschfüße auf weißen Fliesen machen sich eben optisch einfach nicht so gut, Schuhe bleiben vor der Tür, wo man sie dann hoffentlich beim nächsten Mal auch wieder findet.
Sattelzeug trocknet zum Glück in der beheizbaren Sattelkammer!
Apropos heizen - jedes Jahr die Sorge: reicht das Öl, bis es wieder billiger wird? Hält die (neue) Heizung durch - da gibts trotzdem immer mal wieder Überraschungen! Man glaubt ja nicht, was an so einer Heizung alles ausfallen kann, vor allem an Feiertagen wie Weihnachten oder Neujahr!
Insgesamt haben wir mehr Arbeit in der kürzeren hellen Tageszeit - dafür aber längere Abende: gemütlich im warmen kuscheligen Haus -lesen, schreiben, fernsehen, gemeinsam essen, und viel länger miteinander reden oder einfach in Ruhe alleine für sich oder gemeinsam schweigen! Vielleicht auch das ein oder anderer aufräumen, reparieren oder aufarbeiten.
Also wieder im Hier und Jetzt ankommen.
Das was ich in den letzten Monaten in der Klinik gelernt habe, werde ich hoffentlich anwenden können, hoffe auch, dass mich der Alltagstrott nicht vergessen lässt, wie gut mir das Alles tut.
Jeden Tag von Neuem starten, gedanklich vorplanen und abends meditativ bewahren!
Und Danke sagen!
P.S.
ein Herbstspaziergang am Nachmittag wurde dann doch noch zum Spätersommerspaziergang!

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